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einmal Hokkaido und zurück

18. April 2009 · Kommentar schreiben

Seit meinem letzten Eintrag sind nun auch wieder ein paar Tage vergangen, in denen ich den Norden Japans bereist habe.

Hier hat mein Weg mich nach Sendai gefürht. Laut Lonley Planet begegnen Reisende hier einer Kleinstadtatmosphäre innerhalb einer Großstadt. Ich bin mir nicht sicher ob man bei einer Stadt mit 1 028 000 Einwohnern wirklich das Wort „Kleinstadtatmosphäre“ verwenden kann. Aber dennoch ist diese Stadt sehr schön und wie sich das für eine japanische Stadt gehört mit Tempeln, Schreinen usw. ausgestattet. 

Nach einem Tag hat mir dann das stressige Stadtleben auch schon wieder gereicht und es hat mich erneut raus aufs Land nach Matsushima gezogen. Von hier aus ging es Abends aber nochmal nach Sendai – dieses mal allerdings nur über nacht. 

 

Am nächsten Tag bin ich dann weiter nach Hokkaido, ganz im Norden Japans. Da es ab einem gewissen Punkt im Norden keine Hochgeschwindigkeitszüge mehr gibt dauerte mein Trip den ganzen Tag.

 

Nach einer Nacht in Sapporo ging es an den nördlichsten Punkt Japans. Einer „Stadt“ namens Wakanai. Diese Stadt hatte dann wirklich eine „Kleinstadtatmosphäre“. Von hier aus kann man dann bereits Russland sehen und auch mit der Fähre dorthin kommen. Allerdings ist das mit dem Sehen nur bei sehr gutem Wetter und das mit der Fähre nur mit einem gültigen Visa möglich. Also habe ich mich mit einem Spaziergang an der Küste begnügt. War dann noch ein bisschen Wandern, auf die umliegenden „Berge“ oder Hügel, um mir das Ganze mal von oben anzusehen.

 

Danach habe ich dann wieder einen kompletten Tag für sehr viele sehr lange Zugfahrten bis nach Kushiro ganz im Süden von Hokkaido geopfert. Hier war ich wie übrigens in allen anderen Jugendherbergen auf Hokkaido wieder einmal der einzige Gast – was einerseits nicht schlecht ist, da man seine Ruhe hat, andererseits aber ganz schön langweilig ist. Daher bin ich am nächsten Tag im hiesigen Nationalpark umhergewandert.. Leider ist mir wieder mal auf halber Strecke aufgefallen, dass ich vergessen habe meinen Kameraakku aufzuladen – so ein Mist. Aber da es auf ganz Hokkaido sowieso noch Winter ist und im Norden auch noch Schnee liegt, war der Nationalpark etwas trist, und farblich sehr eintönig. Dennoch habe ich ein paar Rehe, die gerademal einen Steinwurf entfernt diniert haben, 3 vorbeifliegende Kraniche, und einen Vogel, dessen Namen ich nicht kenne, gesehen.

 

Am nächsten Tag bin ich dann aber auch schon wieder weiter nach Morioka, wieder auf der Hauptinsel Honschu. Das Nette an Japan ist, dass man sich mitten im Winter befindet, einen Tag im Zug sitzt, und in dem Moment wo man aus dem Zug wieder aussteigt steht man mitten im Frühling umgeben von blühenden Kirschbäumen. Also habe ich einen Tag in Morioka mit Tempel – Sightseeing und vielen Kirschbäumen verbracht. Jetzt sitze ich im Zug Richtung Tokio, mal sehen vielleicht ist dort ja bereits Sommer. Nun blicke ich freudig dem morgigen Tag entgegen, an dem ich meinen Bruder am Flughafen abhole um zusammen mit ihm den Südwesten Japans zu bereisen…

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Japan – erste Eindrücke

7. April 2009 · 2 Kommentare

Mittlerweile wohlauf in Japan angekommen habe ich nun wieder Neuigkeiten, von denen es sich zu berichten lohnt.

pano_kl

An meinem ersten Tag bin ich gegen Nachmittag in „Narita“, dem nächsten Flughafen von Tokyo aus, gelandet und habe mich von hier aus direkt in die hektische Metropole Tokyo aufgemacht. Hierbei bin ich dann in kürzester Zeit einer ganzen Menge Menschen begegnet. Ich kam mir so vor als sei ich ein Hindernis in einem Ameisenhaufen oder eine Kuh auf der Autobahn, um welche gezielt ein kleiner Bogen gemacht wird. In meinem Fall allerdings von Menschen und nicht von Autos oder Ameisen. Verlässt man den Bahnhof ist man plötzlich umgeben von Leuchtreklamen und in allen nur vorstellbaren Farben blinkenden Werbetafeln. Tokyo verwandelt sich in der Nacht in einen sehr grossen Times Square.

Da ich Tokyo aber eigentlich als Abschluss eingeplant habe bin ich am nächsten Tag gleich weiter nach „Nikko“. Hier habe ich dann meinen ersten Tempel und diverse Schreins besichtigt. Ich bin wirklich sehr beeindruckt und fasziniert. Diese Tempel sind einfach nur wunderschön. Die Verzierungen der Holzgebäude sind gigantisch. Ich finde gar keine Worte um diesen Tempel richtig zu beschreiben. Das muss man einfach selbst gesehen haben. Sorry.

temple

Am nächsten Tag bin ich dann durch den Nationalpark von „Nikko“ gewandert. Hier ging es vorbei an diversen Wasserfällen, durch einzigartige unwahrscheinlich schöne Wälder und Landschaften bis hin zu Schneebedeckten Bergen.

nationalpark

Daraufhin habe ich dann die Bekanntschaft mit einem Onsen gemacht.
Wer nun meint ein Onsen sei ein großes behaartes Tier liegt völlig falsch. Denn hierbei handelt es sich vielmehr um die japanische Bezeichnung einer heißen Quelle. Im allgemeinen versteht man unter Onsen ein öffentliches Bad (Sentō), das von einer natürlichen heißen Quelle gespeist wird.

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Kuba Fast Review

1. April 2009 · 3 Kommentare

Leider ist das Internet auf Kuba, mit EUR 5,40 pro Stunde sehr sehr teuer. Vor allem wenn man bedenkt, dass es sich dann um einen Zugang über ein 56K Modem handelt. Sprich nur sehr sehr langsam vorangeht. Dies soll keine Entschuldigung sondern vielmehr eine Begründung dafür sein, dass mein Blog sich im letzten Monat kein bisschen verändert hat. Und ich muss auch zugeben, dass ich während meiner Reise nicht wirklich viel geschrieben habe.
Mittlerweile komme ich aber dem Ende meines Kubaaufenthalts immer näher. Heute sind es noch fünf Tage bis mein Flieger wieder zurück nach Toronto geht.

Mittlerweile bin ich in Holguin gelandet und werde mir von hier aus den weg zurück nach Havanna, mit Zwischenstop in Santa Clara, bahnen. Aber fangen wir doch erstmal von vorne an.

Nachdem ich mein Kreditkartenproblem gelöst habe bin ich Mit dem Bus nach Viniales in der Provinz Pinar del Rio gefahren. Hierzu kann ich berichten dass kubanische Busfahrten, dank Klimaanlage sehr kalt sind. In den Busen herschen stets polare Temperaturbedingungen während es draußen rund 27 °C hat, so dass man dann auch schön gegen eine Wand läuft wenn man den Bus wieder verläßt. Naja aber ich will mich nicht beschweren, schließlich war der Bus ja nur Mittel zum Zweck. In Viniales angekommen habe ich mir dann am nächsten Tag einen Roller gemietet, um damit die Region um das Dorf zu erkundschaften. Hiebei bin ich, über zwei Tage verteilt, auf Tabakplantagen, Zigarrenfabriken, Tropfsteinhöhlen, wunderschöne Sonnenaufgänge und einen herrlichen karibischen Traumstrand gestoßen.

Dann habe ich die Provinz Pinar del Rio verlassen um erneut mit dem Polarexpress in die Provinz Cienfuegos und hier in die gleichnamige Hauptstadt zu fahren. Dort musste ich dann feststellen, dass es in Kuba auch vollkommen westlich zugehen kann. Cienfuegos ist eher Vergleichbar mit einer europäischen Küstenstadt als mit einer anderen kubanischen Stadt.
Hier findet man sogar eine Einkaufspassage in der diverse Einkaufsläden alle nur Vorstellbaren Produkte anbieten. Hier kann man alles kaufen, was es auch bei uns gibt, von der Mikrowelle über Computer oder Notebooks, bis hin zur Küchenmaschine einfach alles.
Jedoch trübt der Schein ein bisschen. Zwar gibt es so gut wie alles aber es bleibt auch da wo es ist. Nämlich in den Schaufenstern der Läden. Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass die Preise der westlichen Produkte auch sehr westlich sind. Zum Beispiel ein Notebook kostet um die 1500 CUC, was ca. 1350 Euro entspricht. Da das kubanische Durchschnittsgehalt bei monatlich 20 CUC liegt bleiben die tollen Produkte leider Träume. Für die Menschen ist das natürlich ein Schlag ins Gesicht. ca. 90% des erwirtschafteten Gelds geht an den Staat und dafür wird einem dann vor Augen gehalten was man sich sowieso nicht leisten kann. Die zwanzig CUC die ein gewöhnlicher Arbeiter im Monat erhält reichen für die Lebensmittel und dann hört es auch schon auf. Ein Bier kostet im Regelfall 1 CUC also ein zwanzigstel des Gehalts. großartiger Luxus bleibt den Kubanern also verwehrt. Erfahren wird ihn aber jeder Kubaner durch den täglichen Kontakt mit Touristen…
Abgesehen davon ist Cienfuegos eine sehr schöne Stadt da es viele alte Gebäude in einwandfreiem Zustand zu besichtigen gibt. Von einem Theater mit einem riesigen Deckenfresko über eine alte Kirche bis hin zu einer alten Villa eines Zuckerbarons mit Meerblick und noch vieles mehr. Jedoch reicht ein Tag auch vollkommen aus um alles zu besichtigen und somit hieß es wieder einmal Polarexpress.

Diesesmal war mein Ziel die nahegelegene Stadt Trinidad der Provinz Sancti Spiritus. Diese Stadt besticht durch ihr massives Aufkommen an Kolonialstil Gebäuden und ist daher auch ein Unesco Weltkulturerbe. Allerdings ist Stadt ein großer Begriff für dieses kleine Dorf und daher habe ich schnell die umliegende Gegend erkundschaftet. Zuerst hat es mich an den Strand gezogen. Um den Weg dorthin zu bewältigen wollte ich mir ein Fahrrad mieten. Leider gab es aber keine Schlösser mehr also sollte ich mit einem Kubanischen Kollegen mitgehen. Da ich kein Wort Spanisch spreche habe ich nicht so ganz kapiert was die von mir wollten und bin halt mal mitgegangen. Ich wurde dann in einen kleinen Hausflur einer noch kleineren Seitengasse gebracht hier gab es dann Schlösser und auch die dazugehörigen Fahrräder die wahrscheinlich vor der Revolution mal modern waren. Nach einem kurzen Test der bremsen (erfolglos) habe ich beschlossen keines dieser Fahrräder zu mieten, vor allem sollte der Preis der gleiche sein wie bei den Schlosslosen modernen Fahrrädern (china import). Allerdings wollte ich das ganze kombinieren und bei dem Schrottverleih ein Schloss leihen um ein modernes Fahrrad erhalten zu können. Woraufhin mein Mittelsmann in gebrochenem Englisch meinte: „Ich habe woanders ein Schloss.“ Ich bin davon ausgegangen das er sich das Geld verdienen will und bin darauf eingegangen. Allerdings brachte er mich wieder zurück zum ersten Fahrradverleih. Hier lag nun erstaunlicherweise ein Schloss auf dem Tisch. Also entgegnete ich das jetzt ja alles perfekt sei und wo ich unterschreiben solle. Allerdings wurde mir ein „No“ entgegengebracht. Nach langem hin und her habe ich dann kapiert, dass es nur möglich ist das Schloss zu bekommen wenn man zwei Fahrräder mietet, denn mit einem Schloss kann man zwei Fahrräder aneinander Schließen und somit bekommt der Verleih Geld für zwei Räder ich bin aber alleine und bekomme daher auch kein Rad… Ohne Schloss wollte er mir das Rad natürlich auch nicht geben da das ja viel zu riskant sei. Also habe ich mich auf die Suche nach einem Taxi gemacht und konnte mir dieses dann praktischer Weise auch mit ein paar anderen Touristen teilen. Zurück bin ich dann mit dem öffentlichen Bus gefahren, was auch mal ganz interessant aber nicht sonderlich spektakulär war.
Am nächsten Tag habe ich dann mit drei deutschen die ich am Vorabend kennengelernt habe eine Wanderung an einen Wasserfall unternommen. Dabei haben wir dann einen 75-jährigen Kubaner kennengelernt der abgeschottet ohne fließend Wasser außerhalb der Stadt lebt. Hier Pflanzt er diverse Gemüsearten an um zu überleben und freut sich über jeden Besucher. Stolz hat er uns dann seine Tomatensoße, abgefüllt in Bierflaschen, präsentiert. Hiervon produziert er jährlich 200 Stück und verkauft diese. Es war ganz schön beeindruckend diesen Mann kennenzulernen und von ihm ein bisschen über seinen Alltag zu erfahren.
Am finalen Ziel, dem Wasserfall gab es dann ein erfrischendes Bad im Pool des Wasserfalls – einfach Paradiesisch – und im Anschluss eine Fahrt zurück auf der Ladefläche eines chinesischen Trucks.

Am nächsten Tag bin ich dann weiter nach Santiago de Cuba. In Santiago findet man sicherlich mit Abstand die meisten „Hustler“ die alles versuchen um einem etwas anzudrehen oder etwas herzugeben. Aber dennoch hat mir diese Stadt sehr sehr gut gefallen nicht zuletzt wegen der Musik.
Mittlerweile hängt mir dieses kubanische Tourigedudel von Marionettenbands a la Buena Vista Nachahme derartig zum Hals raus dass ich manchmal schon überlegt habe zu fragen, wieviel es kostet die Band zum stoppen zu bringen.
Anders als in den meisten Touristädten haben die Musiker in Santiago es aber wirklich drauf. Hier merkt man auch schnell dass das Publikum plötzlich zu 90% aus Kubanern besteht.
Aber auch das Sightseeing war ganz nett. Zwar ähneln sich die Kubanischen Städte alle sehr aber Santiago hat sehr viel Leben und flair auf der Strasse. Viele touristen mögen Santiago nicht. Mir hat es jedoch sehr gut gefallen. In Santiago habe ich dann auch eine nette Holländerin getroffen die einen Mietwagen hatte und mir anbot mich nach Baracoa mitnehmen zu können. Da habe ich natürlich nicht nein gesagt und war einen Tag Später in Baracoa. Die Fahrt von Santiago nach Baracoa schlängelt sich eintlang der Küste bis es dann über die „la farola“ (eine Serpentinenstrecke durch die Berge) nach Baracoa geht. Hierbei ändert sich die Landschaft von Vulkangesteinküste bis hin zu tropischem Urwald. Baracoa selbst ist direkt an der Küste und hat diverse Strände in direkter Umgebung. Allerdings hatte ich dort schlechtes Wetter und somit war nicht viel mit Strandbesuch. Stattdessen habe ich eine Flussrundfahrt in einem kleinen Padelboot unternommen. Im Anschluss dazu habe ich dann noch eine Führung zur traditionellen Kakaoherstellung und zu der kubanischen Pflanzenwelt erhalten – sehr interessant. Am nächsten Tag ging es dann, wieder im Mietwagen der Holländerin mit zwei weiteren Deutschen weiter nach Holguin. Auf der Fahrt dorthin haben wir an dem, laut meinem Reiseführer, schönsten Strand Kubas angehalten, was natürlich auch sehr viel Spass gemacht hat. Von Holguin aus sind wir dann alle vier (Holländerin, zwei Deutsche und ich) am nächsten Tag an den 34 km nördlich gelegenen Strand gefahren. Hier haben wir einen Tag verbracht und dann haben sich all unsere Wege getrennt.
Am nächsten Tag habe ich erst einmal ausgiebig ausgeschlafen habe dann ein bisschen die Stadt angeschaut und habe letztlich eine 460 Stufen hohe Treppe bezwungen um auf einen Berg zu kommen von dem man die komplette Stadt sowie die umliegende Region begutachten kann. Leider musste ich, schnaufend am Gipfel angekommen, feststellen, dass mein Kameraakku leer war somit habe ich keine Fotos zum Präsentieren…

Wieder unten angekommen habe ich mein Busticket für den nächsten Tag nach Santa Clara reserviert und mich dann daran gemacht diesen Text zu tippen.

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Mojito

1. April 2009 · 2 Kommentare

Mittlerweile hatte ich schon so einige Mojitos. Speziell in Havanna wurde dieser manchmal auch als Hemingway drink bezeichnet, da dieser wohl bis zu 10 Stück pro Tag getrunken haben soll. Mein maximum lag bei 11 über den ganzen Tag verteilt und am nächsten Tag hatte ich dann auch ein kleinwenig Kopfweh. Mir stellt sich aber immernoch die Frage wie man so schreiben kann. Ich habe nicht mal mehr geradeaus gesehen.

Was den Mojito auf Kuba so besonders macht ist nicht nur das er hier erfunden wurde sondern auch diese kleine Zutat die wir in Europa einfach durch gewöhnliche Minze ersetzt haben. In Kuba wird der Mojito nämlich nicht mit Minze gemacht. Ich konnte eine deutsche Führung in der Bar des Rummuseums belauschen. Hier stellte der Guide die Zutat als „gutes Kraut“ vor. Was wahrscheinlich eine direkte Übersetzung aus dem spanischen ist – herbas buena. Wie ich mittlerweile herausgefunden habe handelt es sich bei dieser Pflanze namens herbas buena um eine, der Minzpflanze verwandte Strauchart. Somit eignet sich unsere europäische Minze doch als angemessener Ersatz.

Das tolle an Kuba ist, das ein Mojito im Regelfall auch Spottbillig ist. Der Preis schwankt zwischen 1,50 CUC (€ 1,35) und 3,00 CUC (€ 2,70). Einzigste Ausnahme war hier die Bar Floridita in der der Mojito 6 CUC kostet, weil das Hemingways Stammkneipe war und hier eine Statue von ihm steht. Da man mir aber gesagt hat, dass der Mojito dort auch nicht anders schmeckt habe ich dies gar nicht erst selbst probiert.

Um diesen, dem Mojito gewidmeten, Eintrag nun noch zu vervollständigen gibt es hier nun auch noch das Rezept zum selber brauen… ich habe hierfür die buenas herbas einfach durch Minze ersetzt. (Natürlich gibt es unzählige Varianten dieses Rezeptes. Der Kreativität sollen dadurch keine Grenzen gesetzt werden.

Zutaten:
eine halbe Limette, zwei bis vier TL Zucker, mehrere Minzblätter, 6 CL weißen Rum (maximal 3 Jahre alt), gestoßenes Eis, Sodawasser

Zubereitung:
Minzblätter in ein Longdrinkglas legen, je nach gewünschter Süße mehr oder weniger Zucker zugeben, darüber die Limette ausdrücken und die Minzblätter sowie den Zucker mit einem Stößel zerdrücken. Damit die Minze nicht in kleine Stücke zerteilt wird, mit dem Stößel nur drücken, nicht reiben oder drehen. Den Rum hinzugeben, das Glas mit dem gestoßenen Eis bis zur Hälfte füllen, mit Sodawasser aufgießen und mit einem Barlöffel umrühren. Fertig…

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Probleme in Kuba

1. April 2009 · 1 Kommentar

Mittlerweile ging auch mein Bargeld langsam aus. Um dieses Problem aus der Welt zu schaffen habe ich versucht Geld mit meiner Kreditkarte auf der Bank zu erhalten. Leider vergeblich. Nach vier Banken mit jeweils mehreren Schaltern, stand ich ganz schön dumm da. Also brauchte ich Hilfe. Diese sollte ich vom einem Büro namens Fincimex erhalten, von wo aus alle Kreditkarten Vorgänge aus Kuba in die weite Welt gehen. Allerdings machen die schon um 16:00 zu und haben dann auch übers Wochenende geschlossen. Blöd, dass ich erst um 16:30 Uhr am Freitag Nachmittag dort war. Also habe ich mir mit meinem letzten Bargeld eine Unterkunft und Essen geleistet. Das Wochenende war dementsprechend schlecht. Ich habe bereits damit gerechnet am Montag Kuba aufgrund von Geldmangel zu verlassen. Mir ging so einiges durch den Kopf. Ich kann euch sagen es ist kein angenehmes Gefühl in einem fremden, kommunistischen Land, ohne Geld zu sein. Die gute Sache daran ist aber, das ich zum ersten mal so richtig kubanisches Essen probiert habe.
Ich habe nämlich meine letzten Pesos in Peso Nacional gewechselt. Kurze Erklärung hierzu. In Kuba gibt es zwei Währungen, „Pesos Convertibles“ für Touris (CUC) und „Pesos Nacional“ für Kubaner, hierbei entspricht 1 Convertibles 25 Nacional. Somit macht man aus ein Paar wenigen Pesos ganz viel Geld. Allerdings bekommt man mit dem vielen Geld gar nichts. Zumindest nicht da, wo die ganzen Touris sind. Und wenn man dann endlich einen Laden gefunden hat der Pesos Nacional annimmt kann es schon passieren, das man als Touri abgewiesen wird. Zumindest in Havanna. Bekommt man dann aber etwas kann man bereits für 10 Pesos Nacional ein Stück Pizza essen. Das entspricht dann ca. 36 Eurocent.

So habe ich mich dann bis Montag durchgeschlagen um zu erfahren, dass meine Kreditkarte höchst wahrscheinlich von Kuba gesperrt wurde, da ich dreimal in Folge versucht habe einen Betrag über meinem täglichen Limit abzuheben. Dazu musste ich aber mit Mastercard Deutschland telefonieren was ganz schön war da ich somit auch mal wieder deutsch sprechen konnte. Das Telefongespräch bezahlt zum Glück der Staat Kuba.

Somit war mein Problem gelöst und ich konnte noch am selben Tag ein Busticket kaufen und am nächsten Tag mit ausreichend Bargeld in der Tasche die Stadt verlassen um die Provinz Pinar del Rio, südwestlich von Havanna zu erkunden.

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Es geht weiter…

1. April 2009 · 1 Kommentar

Nach mehreren Tagen in Kuba kann ich nun sagen, mich erneut verliebt zu haben. Dieses mal in eine Stadt namens Havanna. Die komplette Stadt ist einfach nur beeindruckend. Man fängt in der Altstadt an, steht auf einem großen Platz mit einer riesigen Kirche aus dem 18. Jahrhundert, deren Mauern aus einer Mischung von Sand, Muscheln und sonstigen Überresten aus dem Meer besteht, und ist bereits hier einfach nur verzaubert. Von dem erwähnten Platz vor der Kirche gehen vier kleine Gassen weg. Man entscheidet sich für eine. Läuft 500 Meter, vorbei an einem ca. 6 auf 15 Meter großen Fresko, um dann auf dem nächsten noch beeindruckenderen Platz zu stehen. So geht das dann weiter, den ganzen Tag. Die kleinen Gasen sind unbeschreiblich schön und überall findet man kleine Parks in Innenhöfen von Häusern und auch große Parks zwischendurch. Einfach unbeschreiblich. Auch die Kubaner sind bezaubernd. Jeder will mit einem reden und seine Geschichte erzählen und berichten, wie das Leben in Kuba ist. Natürlich nicht ohne Hintergedanke. Jeder hofft darauf, dass er während dem Erzählen den Mund durch einen Mojito oder ein Bier vor dem austrocknen bewahren kann. Wer den Mojito zahlen soll ist natürlich auch klar – der zuhörende Touri…
Manche Geschichten sind jedoch sehr nett und die Menschen sind sehr freundlich da macht es manchmal auch als Schwabe Spass, ein bisschen spendabel zu sein. Aber auch wenn man gemeinsames Getränk ablehnt, wird man stets freundlich und respektvoll behandelt.

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Kuba der erste Eindruck

1. April 2009 · Kommentar schreiben

In Kuba angekommen habe ich erstmal eine Taxifahrt durch Havanna direkt zu meinem Hotel unternommen. Das war schon ganz spannend und sehr interessant. Man merkt schnell das die alte Dame Havanna alt wird und viele Falten bekommen hat. Die meisten Stadtviertel sehen ziemlich heruntergekommen aus. Im Hotel angekommen habe ich mich erstmal sommerlich angezogen und dann auf den Weg ins Zentrum gemacht. Hier bin ich dann etwas ziellos umhergeirrt was auch daran liegt das viele Strassen gar keine Schilder haben.

Die Kubaner sind sehr freundlich und wollen einem helfen, wenn ich denen aber die Karte gezeigt habe konnten Sie mir auch nicht wirklich sagen, wo es lang geht. Sie haben dann alle großen Sehenswürdigkeiten vorgelesen und sind mit dem Finger kreuz und quer über die Karte gewandert aber das wars dann auch schon.
Schnell wurde mir also klar, das Kubaner keine Karte brauchen. Sie kennen die Stadt was wahrscheinlich auch daran liegt, dass die meisten Sie noch nie verlassen haben.

Was natürlich auch eine große Barriere darstellt ist die Sprache. Als ich dann jemanden gefunden habe der mir in einigermaßen gutem Englisch helfen wollte bin ich natürlich darauf eingegangen. Da ich den ganzen Tag noch nichts zu Essen hatte wurde ich in ein Restaurant gebracht wo man erstmal Klopfen muss um Einlass zu erhalten. Meine neue englisch Sprechende Begleitung erwies sich jedoch auch als hungrig. Somit musste ich zwei essen zahlen. Danach hat sich unser Weg dann wieder getrennt… Als Gringo wird man hier stets als laufender Dollar angesehen.

Daraufhin machte ich mich auf den Weg Richtung Meer. Nach einem Spaziergang am Malecón bin ich dann irgendwann einfach nach links abgebogen. Da stand ich dann mitten in Kuba umgeben von Armut und zerfallenen Häusern. Da kam ich mir dann schon etwas komisch vor so als einziger Touri. Aufgrund meines Unbehagens habe ich auch keine Fotos von hier zu präsentieren. Aber auch hier erwiesen die Menschen sich schnell als freundlich und einladend. Sie versuchen Smalltalk zu betreiben, wollen wissen, woher man kommt, was man in der Stadt macht, warum man Kuba und nicht ein anderes Land bereist… Ja warum? das fragt man sich am ersten Tag auch. Schließlich kommt einem alles so trostlos und zerstört vor. Man fühlt sich irgendwie fremder als man sich je zuvor gefühlt hat.

Am zweiten Tag bin ich dann tief in das renovierte Zentrum vorgedrungen. Hier ist auf einmal alles anders. Alle Häuser erscheinen als seien sie erst gestern gebaut worden. Es ist sehr sauber und erinnert stark an europäische Küstenstädte. Umgeben von Touristen aller Nationen bahnt man sich seinen Weg von einem beeindruckenden Gebäude zum nächsten noch beeindruckenderen Gebäude. Zwischendrin gönnt man sich dann mal einen leckeren echt kubanischen Mojito an der nächsten Bar. Ja so macht Havanna sehr viel Spaß.

Nach einer Weile hat man sich dann auch an die nicht renovierten Gebäude gewöhnt und fühlt sich komplett wohl. Die Revolution war vor exakt 50 Jahren und somit bedeutet nicht renoviert automatisch, seit 50 Jahren dem Verfall ausgesetzt, was natürlich seine Spuren hinterlässt!. Somit sieht es zwar auf den ersten blick so aus, als seien 80% der Stadt das reinste Ghetto, tatsächlich ist es aber so, dass es in Kuba keine Kriminalität und auch keine Gewalt gibt. Ganz im Gegenteil. Hier wird geteilt und aufeinander aufgepasst, auch auf Touris. Das ist die positive Seite des Sozialismus.

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Das Land ohne Grenzen

1. April 2009 · 1 Kommentar

Zu aller erst muss ich mich bei allen Lesern meines Blogs entschuldigen. Es tut mir wirklich sehr leid, dass ich so unregelmäßig und wenig schreibe!

Die letzten 3 Wochen habe ich im Osten der USA verbracht. Hier war ich bei meiner Tante in einer kleinen Stadt namens Westminster untergebracht. Anfangs war ich nur mit meiner Tante unterwegs und Sie hat mir ihren amerikanischen Alltag ein bisschen näher gebracht. Und ich kann euch sagen da hab ich einiges erlebt. In Amerika wird im Supermarkt quasi jeder Artikel in eine Plastiktüte gepackt. Ich wurde dann ganz komisch angeschaut, als ich bemerkt habe, dass Plastiktüten aus Rohöl hergestellt werden und nicht biologisch abbaubar sind und somit umweltschädlich sind. Ich habe dann schnell gemerkt das die Amerikaner in zwei große Gruppen unterteilt sind. Die einen sind etwas beschämt über das, was da in der USA abläuft und würden sich gerne an Europa orientieren. Dann gibt es da aber noch die andere Hälfte die meint man Brauche gar nicht viel PS, wenn man über 3 Liter Hubraum hat. Mit diesen Menschen bin ich dann immer wieder aneinander geprallt. Da kamen dann viele verschiedene Themen auf, bei denen ich die Einstellung der zweiten amerikanischen hälfte einfach nur als DUMM bezeichnen kann. Zum Beispiel das alle Leute möglichst große Autos fahren sollten, da das ja viel sicherer ist oder das es sehr wichtig ist, dass jeder Bürger mindestens eine Handfeuerwaffe zu Hause hat um sich zu schützen, da man nie weiss, mit wem man es zu tun hat. Was mir auch sehr gegen Strich ging war die Einstellung zum Benzin. Wenn es dem standard Amerikaner zu lange dauert bis seine Frau aus dem Supermarkt kommt lässt er den Wagen laufen damit der Innenraum des Autos gar nicht erst kalt wird . Genauso läuft jedes Fahrzeug die ersten drei Minuten bevor es losfährt, damit der Innenraum vorgewärmt wird. Weite Wege werden kleinen Parklücken stehts bevorzugt, da die Amerikaner nicht Autofahren können. Das kommt daher, dass es in der USA unbegrenzt platz gibt. Somit ziehen alle Firmen in den unbebauten Rand der Stadt, da hier der Bauplatz billiger ist. Was natürlich zur Folge hat das alle Wege zwischen den einzelnen Läden nur noch per Auto zu bewältigen sind. Da die Firmen das einplanen sind die Parkplätze stehts groß genug, so dass zwei europäische Fahrzeuge platz hätten, wo zur Zeit noch ein Amischlitten steht. Öffentliche Verkehrsmittel kennen die Amerikaner, ausgenommen der Großstadtbewohner, überhaupt nicht.
Schockiert wurde ich auch, als ich zum ersten mal an Skifahren war. Zwar war mir klar, dass es an der Ostküste keine Skiparadiese gibt, aber was ich da vorgefunden habe kann ich bis jetzt noch nicht so richtig glauben. Da haben die Betreiber doch einfach irgendeinen Hügel genommen, an einer Stelle wo es zwei Wochen im Jahr Schnee gibt und darauf ein paar Pisten Planiert. Und abgesehen von den zwei Wochen, wo es echten Schnee gibt wird einfach jede Menge Kunstschnee produziert, jede Nacht. Das wäre Vergleichbar mit einem Skigebiet vom Killesberg ins Stadtzentrum von Stuttgart, nur das dort die Abfahrten länger wären. Was mir auch ganz schön auf die Nerven ging war das Amerikanische Essen. Dort gibt es nur Frass. So gut wie jedes Restaurant ist Teil eines Frenchise Systems (also einer großen Kette). Es kommt einem so vor als würde alles in der Mikrowelle oder der Fritteuse erhitzt werden. Selbst die Getränke sind eine Katastrophe. Diese werden nämlich beinahe überall aus Wasser und Sirup hergestellt. Da die Amerikaner absolut verchlortes Leitungswasser haben schmeckt alles, als sei es aus einem Pool gefischt worden. Und wenn die Getränke dann doch mal frisch sein sollten kommt einhalber Liter Leitungswasser in gefrorenem Zustand in den Becher. Egal wie kalt es draußen ist…

Naja aber dann kam meine Freundin Sarah und mit ihr habe ich die etwas schöneren Sachen der USA besichtigt. Zumindest jene, die sich in unserer Reichweite befanden. Am ersten Wochenende ging es dann gleich ab nach New York City. Diese Stadt ist einfach nur beeindruckend und es war bestimmt nicht das letzte mal, das ich dort war. In NYC lassen sich Touristen auf einen Blick von Einheimischen unterscheiden. Die einen schauen nach oben die Anderen nach unten. Da wir nicht auffallen wollten sind wir gleich mal hoch aufs Rockefeller Center und haben auch nach unten geschaut. Es lässt sich gar nicht in Worte fassen wie Beeindruckend diese Aussicht ist.
Wieder unten angekommen konnten wir aber nicht mehr verheimlichen, dass wir touristen sind und haben mit all den anderen nach oben geschaut…
Leider waren wir nur zwei Tage in New York und konnten daher nicht wirklich viel sehen…
Im Anschluss ging es dann in ein Skigebiet in dem nicht alles Aus Kunstschnee besteht. WISP am Deep Creek Lake. Das war für den Osten der USA gar nicht schlecht und hat richtig Spaß gemacht. Was sehr toll war, das dort nicht viel los ist und somit sind Wartezeiten an den Liften vollkommen ausgeschlossen. Aus Kostengründen ging das aber nur einen Tag. Daraufhin sind wir dann noch nach Washington D.C. um auch mal das Weisse Haus, Capitol, Washington Monument,… gesehen zu haben. Zwischendurch waren wir noch in einem kleinen Hafenörtchen namens Annapolis und anschließend auch noch in Baltimore. Leider war Sarahs Zeit dann auch schon wieder vorbei, da Sie rechtzeitig zum Schulbeginn wieder zu Hause sein musste. Meine letzten zwei Tage in der USA habe ich somit sehr traurig auf dem Geburtstag meiner Tante verbracht. Diese feierte Ihren 60. ganz groß wodurch ich auch meine Mutter noch ein bisschen gesehen habe. Das war ganz nett denn so hat mir auch jemand gute deutsche Spätzle zubereitet…
Im Anschluss ging es dann für eine Nacht nach Toronto Kanada und von hier aus weiter nach Kuba…

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Das war Whistler

9. Februar 2009 · 4 Kommentare

Nach vier Wochen, drei verschiedenen Unterkünften und einer ganzen Menge Geld weniger habe ich nun Whistler verlassen müssen und bin nun wieder zurück in Vancouver.

Ich gehe davon aus das jeder dieses Gefühl kennt, dass man am letzten oder auch vorletzten Tag eines Urlaubs hat, egal ob man diesen zu Hause oder an einem fremden Ort verbringt. Dieses Gefühl des Unbehagens, man will den Ort nicht verlassen und zurück in sein eigentliches Leben, jetzt wo es gerade so gemütlich und alles so vertraut geworden ist. Dieses Gefühl habe ich nicht!

Aber ein ziemlich ähnliches. Für mich entspricht beinahe alles genau diesem Gefühl. Aber eben doch nicht alles. Auf mich wartet auf der anderen Seite nämlich nicht der gewohnte Alltag sondern Vielmehr ein neuer Urlaub.

Einerseits möchte man zurück blicken und vermissen, was einem so gut gefallen hat – jeden Tag auf dem Berg boarden, die Menschen mit denen man Unterwegs war, der Schnee oder auch ganz banale Sachen wie etwa zu wissen, wo man was findet, an welcher Ecke es den besten Burger gibt, wo man „günstig“ einkaufen kann, halt einfach die Gewohnheit. Andererseits blickt man genau so freudig und gespannt auf das bevorstehende und möchte dabei gar keinen Gedanken an Vergangenes verlieren sondern sich viel lieber im hier und jetzt bewegen.

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Klar kommt auch stets eine gewisse Prise Ungewissheit mit ins Spiel aber mittlerweile bin ich fest davon überzeugt, das jeder Moment einen voranbringt. Sozusagen fährt auch der falsche Bus in die richtige Richtung, da man dadurch nur etwas schlauer wird und eine weitere Erfahrung mitnehmen kann.

Nun aber nochmal zurück zu Whistler. Leider habe ich eine Saison gewählt in der es mit Abstand weniger Schnee gab als all die letzten Jahre zuvor. An vielen Tagen waren die Pisten sehr eisig. Wenn es dann mal Neuschnee gab (insgesamt hat es an drei Tagen geschneit – ein mal fünf cm und zweimal jeweils ca. 15 – 20 cm) habe ich die Chance natürlich gleich genutzt und nach Stellen gesucht für die Whistler bekannt ist, neben der Piste.

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Allerdings war das nicht so viel Schnee, das ich, wie vor Reiseantritt erwartet, auf Powder bis zur Hüfte gestoßen bin. Gerade einmal bis zum Knie ging das vergnügen. Natürlich hatte nicht nur ich, sondern auch JEDER andere, diese Idee. Dadurch war es immer nur eine kurzfristige Angelegenheit mit dem neben der Piste fahren. Nach einem Tag sah es da nämlich aus wie auf einer unpräparierten Piste, was dann auch nicht mehr soviel Spaß gemacht hat. Insgesamt war es aber dennoch ein Erlebnis das ich nicht missen möchte. Zurückblickend bereue ich mit keiner Sekunde meine Wahl das Skigebietes Whistler. Denn auch mit wenig Schnee ist es ein verdammt geniales Skigebiet. Ich habe mich verliebt in ein Skigebiet namens Whistler Blackcomb! Es gibt so viele Pisten und tolle Abfahrten. Das Liftsystem ist unvergleichbar und enorm zügig auch wenn Hochbetrieb herrscht. Die Menschen sind sehr freundlich und am Lift wird zivilisiert angestanden, nicht wie in Österreich, wo man sich oft wie in einem Affenkäfig bei der Futterausgabe fühlt. Hier wird nicht gedrängelt und gedrückt. Die Aussicht ist einmalig und man kommt auf jeden Fall auf seine Kosten. Somit kann ich abschließend nur sagen das ich jedem Ski- oder Snowboardfahrer, der mal etwas anderes außer den Alpen sehen bzw. befahren will, Whistler wirklich nahe legen kann und so möchte hier uneingeschränkt meine Empfehlung für dieses Gebiet aussprechen.

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Dann habe ich noch eine eine Mitteilung an alle, die eventuell nächstes Jahr zusammen mit mir die Olympischen Spiele anschauen werden. Ihr müsst euch darauf einstellen das ich permanent erzählen werde, das ich diese oder jene Abfahrt auch schon gefahren bin. Und dann werde ich anfangen von dem Gebiet zu schwärmen. Also überlegt euch zweimal ob ihr mit mir die Olympischen Spiele 2010 aus Whistler verfolgen wollt!

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Planänderung

26. Januar 2009 · 4 Kommentare

Zwar gab es immer noch keinen Schnee aber dennoch hat das Skigebiet Whistler/Blackcomb einiges zu bieten. So langsam habe ich mich an mein neues Schneebrett, welches ich in Vancouver erworben habe, gewöhnt und bin mit voller Begeisterung täglich damit beschäftigt, das Skigebiet kennenzulernen. Mittlerweile war ich mehrere Tage auf der Piste und dennoch gibt es immer noch ein paar Abfahrten deren Bekanntschaft ich noch nicht gemacht habe. Um ehrlich zu sein sogar einige. Sprich man kann hier den ganzen Tag fahren ohne eine Piste zweimal runterzufahren und am nächsten Tag macht man das dann nochmal allerdings mit anderen Pisten.

Anders als in Europa gibt es hier drei Schwierigkeitsstufen grün beschreibt hierbei die einfachsten Pisten, blau die mittleren, welche an diversen Stellen jedoch schon etwas anspruchsvoller sind und dann gibt es da noch die schwarzen, welche wie bei uns auch hier die schwierigste Stufe darstellen, jedoch habe ich mich an diese noch gar nicht herangewagt, da ich ich davon ausgehe das es hier besonders viele Eisplatten gibt. Bereits auf einigen Abschnitten der blauen Pisten findet man riesige Eisplatten die es nicht gerade erleichtern den Berg unversehrt hinunter zu kommen. Mir ist bis jetzt jedoch noch nichts schlimmeres geschehen. Zwar bin ich schon ein paar mal hingefallen, einmal sogar ziemlich heftig auf die Schulter, wo ich dann auch kurz dachte, dass ich mein Schlüsselbein erneut gebrochen habe, aber bis jetzt zum Glück nur falscher Alarm! Das muss auch so bleiben schließlich will ich meinen Rücksack ja noch durch zwei andere Länder mit mir rumtragen.

Da es so wenig Schnee gibt müssen einige Pistenabschnitte künstlich beschneit werden. Allerdings wird das hier etwas anders als bei uns gehandhabt. Hier wird der Kunstschnee nicht in der Nacht sonder rund um die Uhr auf den Pisten verteilt. Somit fährt man zum Ende des Berges durch diverse künstlich erzeugte Schneeschauer. Allerdings ist Kunstschnee eher mit Eis zu vergleichen was sich dann im Gesicht wie viele kleine Nadelstiche anfühlt – Aber nicht wirklich schmerzhaft. Sehr interessant aber nicht so toll wie echter Schnee. Vor allem bremst der Kunstschnee einen so sehr… 

So schön das Boarden auch ist hat die ganze Sache dennoch einen kleinen Haken. Nämlich der Job. Bis jetzt hat sich diesbezüglich leider noch nichts getan und somit habe ich nun beschlossen meine Pläne zu ändern. Klar würde ich dennoch gerne bis Ende Februar hier bleiben allerdings wäre dies ziemlich teuer. Mein aktuelles Liftticket für 15 Tage hat mich bereits stolze 1200,- Dollar gekostet. Das Saisonticket würde nochmal über 600,- Dollar mehr kosten und eine Unterkunft bräuchte ich dann ja auch noch. Alles in allem habe ich jetzt bereits meine Zielvorstellung ein klein wenig überschritten. Noch habe ich aber ein paar Reserven und bleibe daher bis 8. Februar in Whistler. Danach gehts dann erstmal wieder zurück nach Vancouver wo ich aber voraussichtlich nur zwei Tage bleiben werde um dann weiter in die USA zu fliegen. Hier besuche ich dann meine Tante in Westminster Maryland (nördlich von Washington DC) so spare ich nicht nur Geld sondern kann dort auch noch in ein anderes Skigebiet gehen. Sicherlich ist das Skigebiet dort nicht mit Whistler vergleichbar aber dann kann ich wenigstens von mir selbst behaupten das ich auch schon in der USA snowboarden war. Außerdem ist die USA etwas billiger. Ein Tagesticket in der USA kostet mich 32,- US Dollar (25,- Euro). Das gleiche Ticket kostet hier 89,- kanadische Dollar (56,- Euro).

Ich habe lange mit mir gerungen ob ich dies wirklich machen soll auch andere Möglichkeiten wären da gewesen, wie zum Beispiel ein Auto kaufen um dann damit durch Kanada zu pilgern. Letztendlich habe ich mich dann aber doch für die USA Variante entschieden. Dies hat viele verschiedene Gründe. Allen voran meine Freundin Sarah. Diese wird mich nämlich, entgegen ihren Prinzipien, in der USA bei meiner Tante besuchen. Ich vermisse sie wirklich sehr und dies ist die einzige Möglichkeit sie während meiner Reise zu sehen und wenigstens ein paar Tage gemeinsam mit ihr zu verbringen. Somit hatten alle Alternativen wenig Chancen sich durch zusetzten. Bis dahin genieße ich aber meine Zeit in Whistler und werde soviel boarden wie es nur geht…

Leider kann ich euch dieses mal keine neuen Bilder präsentieren. Da ich meine Kamera nicht mit auf den Berg nehmen will. Ich fühl mich noch nicht so sicher, dass ich garantieren kann das ich die Kamera auch wieder heil runterbringen werde. Vor allem wenn ich mal ein bisschen flotter unterwegs bin…

Aber aufgrund zahlreicher Beschwerden bezüglich der nur klein dargestellten Fotos dem hundertfach erhaltenen Vorschlag die Fotos irgendwo anders gesondert hochzuladen. Gibt es nun auf meiner mobile.me Galerie zwei Ordner mit den Namen „Vancouver“ und „Whistler“. Falls ich nach meiner Ankunft zu Hause eine Diashow veranstalten sollte möchte ich aber nichts hören, von wegen ihr hättet die besten Bilder ja eh schon im Internet gesehen…

 

Diese Galerie findet ihr unter:

 

http://gallery.me.com/s.klass

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